Baukrise statt Bauboom: Wie der Stillstand am Bau den Immobilienmarkt neu sortiert

Baukrise statt Bauboom: Wie der Stillstand am Bau den Immobilienmarkt neu sortiert

16. Juli 2025
ein Krahn als Symbol für das Thema Bauen

Steigende Baukosten, fehlende Fachkräfte und hohe Zinsen sorgen dafür, dass vielerorts keine neuen Wohnhäuser mehr entstehen. Der Neubau-Stillstand verändert nicht nur das Stadtbild, sondern verschiebt auch die Dynamik auf dem Immobilienmarkt. Für Eigentümer von Bestandsimmobilien eröffnen sich dadurch neue Verkaufschancen.

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Kostspielige Bauvorhaben und zurückhaltende Entwickler

In städtischen Gebieten sowie den umliegenden Regionen, wie dem Münchner Umland und speziell in Putzbrunn, ist die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin stark. Doch aktuell sehen sich Bauherren mit hohen Kosten für Materialien und Dienstleistungen konfrontiert, zusätzlich belasten gestiegene Kreditzinsen das Budget. Dies führt dazu, dass zahlreiche Bauprojekte verschoben oder sogar abgesagt werden.

„Trotz einer leichten Besserung bei den Baugenehmigungen im Jahr 2025, insbesondere im Bereich der Einfamilienhäuser, bleibt der Neubau weit hinter dem angestrebten Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr zurück“, erklärt Eva Buchholz von Immobilienmanagement Eva Buchholz. Die Branche bezeichnet dies als „anhaltende Einbuchtung“, und viele Fachleute sprechen von einer tiefgreifenden Krise.

Der Fokus verlagert sich auf den Bestand

Die direkte Konsequenz aus dem Mangel an Neubauten ist ein schrumpfendes Angebot an neuen Immobilien, was den ohnehin schon gespannten Markt weiter unter Druck setzt. Interessenten, die ursprünglich auf Neubauten setzten, orientieren sich nun verstärkt auf bestehende Immobilien. Dadurch gewinnt der vorhandene Immobilienbestand zunehmend an Bedeutung.

„Diese Verschiebung hat direkte Auswirkungen auf die Preisentwicklung. In den letzten Monaten konnte man vielerorts eine Stabilisierung der Preise oder sogar einen leichten Rückgang beobachten. Bei gut erhaltenen Bestandsimmobilien in gefragten Lagen kehrt sich dieser Trend jedoch teilweise um“, führt Eva Buchholz weiter aus.

Strategischer Vorteil: Warum jetzt eine gute Zeit für Eigentümer ist

Für Besitzer von Bestandsimmobilien ergeben sich neue Chancen in einem Markt, in dem weniger Neubauten realisiert werden. Die Attraktivität bestehender Objekte steigt, besonders wenn diese in einem guten Zustand und sofort bezugsfertig sind.

Verkäufer profitieren davon, dass ihre Immobilie in der aktuellen Marktsituation an Bedeutung gewinnt. Insbesondere bei Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Wohnungen in begehrten Stadtteilen kann die Nachfrage anziehen. „Es ist jedoch entscheidend, mit realistischen Preisvorstellungen und einer soliden Marktanalyse in den Verkaufsprozess zu starten“, betont Eva Buchholz.

 

Sie besitzen eine Immobilie und denken über einen Verkauf nach? Die aktuelle Marktsituation könnte Ihnen entgegenkommen. Der Rückgang beim Neubau macht Bestandsobjekte gefragter – und erhöht die Chance auf einen lukrativen Verkauf.

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Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © Bubuzya /Depositphotos.com

 

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